Ortsgruppe Frohnau der Grünen setzt sich für Aufnahme und Integration wohnungsloser Familien und pflegebedürftiger Obdachloser ein

Berlin-Frohnau, den  13.08.2026

Seit bekannt wurde, dass das ehemalige Waldhotel in Frohnau künftig zur Notunterkunft für wohnungslose Familien und Pflegebedürftige werden könnte, mehren sich die Diskussionen unter Frohnauern, was das für den Ortsteil und seine Bewohner bedeuten würde.

Der CDU-Direktkandidat für den Reinickendorfer Wahlkreis 6 (Frohnau, Hermsdorf, Freie Scholle und Teile Waidmannslusts), Richard Gamp, hat sich nun gemeinsam mit CDU-Bürgermeisterkandidat Sebastian Pieper öffentlich gegen die Unterbringung von 54 Wohnungslosen in Frohnau ausgesprochen und geht mit einer Unterschriftenaktion gegen die Pläne für eine Notunterkunft vor – angeblich auf Wunsch der Frohnauer.

Die Ortsgruppe Frohnau der Grünen positioniert sich klar gegen die grundsätzliche Ablehnung der Notunterkunft und korrigiert das durch die CDU entstehende Bild, dass Frohnauer ihren privilegierten Ortsteil nicht mit Menschen in Not teilen wollen.

Von den Anfang 2026 gezählten 57.500 Obdachlosen in Berlin (davon rund 6.000 aus Reinickendorf) sind rund 17.500 Kinder. Fast 32.000 Wohnungslose sind Eltern, ein Drittel davon alleinerziehend. Angesichts der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt rechnet der Berliner Senat mit einem Anstieg der Wohnungslosen auf über 85.000 Personen bis 2030. Die derzeit steigende Arbeitslosigkeit kann die Situation zusätzlich verschärfen.

Das ehemalige Waldhotel soll nun offensichtlich Familien mit Kindern sowie Pflegebedürftigen aus Reinickendorf in einer Notsituation als betreute Unterkunft dienen und Menschen auffangen, die sonst vielleicht auf der Straße landen würden.

Die Ortsgruppe Frohnau setzt sich für Zusammenhalt und Solidarität ein und betont, dass viele Frohnauer nicht die Augen vor der Lebensrealität von Menschen in Not verschließen.
Frohnau bietet die notwendige Infrastruktur mit Ärzten, Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten und Schulen, um 54 Wohnungslosen eine vorübergehende Heimat zu geben. Viele Frohnauer sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und mitzuhelfen, den Schwächsten der Gesellschaft Halt zu geben. In Zeiten gesellschaftlicher Spaltung und zunehmender Polarisierung kann Frohnau hier ein Zeichen setzen und zeigen, dass es offen ist für alle Menschen – besonders auch für Menschen in Not.

Die Ortsgruppe Frohnau der Grünen hat aber auch ein Ohr für die Sorgen der Frohnauer Bevölkerung vor möglichen Veränderungen und wird die weiteren Planungen und Entwicklungen für die Notunterkunft begleiten. Sie macht sich außerdem Gedanken, wie Frohnauer gegebenenfalls selbst aktiv werden können, um den zukünftigen neuen Nachbarn im Waldhotel dann ehrenamtliche Hilfe zukommen zu lassen.

Ortsgruppe Frohnau

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