Am Dachsbau gilt nun Tempo 30. Damit wird eine langjährige Forderung zur Verbesserung der Schulwegsicherheit umgesetzt. Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen Reinickendorf begrüßt diesen wichtigen Schritt ausdrücklich.
Bereits im April 2017 hatte die grüne Fraktion in der BVV Reinickendorf mit den Drucksachen 0291/XX, 0292/XX und 0293/XX Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung rund um den Dachsbau beantragt. Ziel war eine durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung sowie weitere Verbesserungen für die Sicherheit von Kindern auf ihrem Schulweg.
In den vergangenen Jahren haben sich engagierte Eltern – insbesondere aus dem Umfeld der Ellef-Ringnes-Grundschule – kontinuierlich für sichere Wege stark gemacht und konkrete Gefahrenstellen benannt. Dieses Engagement aus dem Kiez war der entscheidende Impuls. Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Reinickendorf hat diese Anliegen politisch begleitet, in die Gremien eingebracht und bei den zuständigen Stellen im Bezirksamt sowie in der Senatsverwaltung wiederholt nach dem Stand der Umsetzung gefragt.
Der Sprecher der AG Mobilität des Kreisverbands, Jonas Prade, erklärt:
„Sichere Schulwege entstehen nicht am Reißbrett. Die Menschen vor Ort wissen am besten, wo es gefährlich ist – oft geht es um konkrete Details und umsetzbare Verbesserungen. Genau dafür sieht das Berliner Mobilitätsgesetz das schulische Mobilitätsmanagement vor: Schulen, Eltern, Verwaltung und Politik sollen systematisch zusammenarbeiten, um Schulwege nachhaltig sicherer zu machen. Umso bedauerlicher ist es, dass dieses Instrument in der derzeit schwarz geführten Verkehrsverwaltung bislang keine erkennbare Priorität hat. Für uns Grüne ist klar: Die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr hat höchste Priorität – sie ist Kern einer verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Verkehrspolitik.“
Auch die Kreisvorsitzende Merieme Benali-Jockers betont:
„Wir setzen uns besonders für diejenigen ein, die auf sicheren Schulwegen angewiesen sind – für Kinder und Jugendliche. Wer morgens zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule unterwegs ist, braucht verlässliche und sichere Bedingungen. Bürgerliches Engagement vor Ort nehmen wir ernst und greifen es auf. Wenn Menschen im Kiez Missstände benennen und Verantwortung übernehmen, ist es unsere Aufgabe als Grüne, diese Initiativen politisch zu unterstützen und konkrete Verbesserungen auf den Weg zu bringen.“
Mit der Einführung von Tempo 30 am Dachsbau ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Dieses Beispiel zeigt, dass sich Engagement, Beharrlichkeit und Zusammenarbeit lohnen. Der Dachsbau kann Vorbild für weitere Schulen im Bezirk sein: Wenn Politik, Verwaltung und Menschen vor Ort gemeinsam handeln, lassen sich konkrete Verbesserungen für die Sicherheit unserer Kinder erreichen.
In unserer AG Mobilität arbeiten wir kontinuierlich an genau solchen Lösungen – damit wir auch künftig weitere Erfolge für sichere Schulwege in Reinickendorf feiern können. Schüler*innen, Eltern, Anwohnende und Vertreter*innen sind herzlich eingeladen, ihre Anliegen bei uns einzubringen.
