SPD, Grüne und Linke fordern mehr Transparenz über Baumfällungen

SPD, Grüne und Linke fordern mehr Transparenz über Baumfällungen

Berlin, 31.08.2026

Auf der Podiumsdiskussion der Baumretter aus Heiligensee, Tegelort und Konradshöhe, haben die Kandidaten Samuel Märkt (SPD), Robert Irmscher (DIE LINKE) und die Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung, Güneş Keskin, mehr Transparenz vom Bezirk über die aktuellen und geplanten Baumfällungen eingefordert. In den vergangenen Wochen wurden allein am Havelufer 80 Bäume in einem Bereich von 400 Metern gefällt und ein ganzer Uferbereich abgetragen. Die Folgen für das Wasser, die Tierwelt und die Natur sind fatal. Nach Angaben der Baumretter wurden die Auswirkungen auf die Biotope von der Umweltverwaltung nicht einmal geprüft. Die Baumfällungen wurden allein mit Gründen des Verkehrsschutzes gerechtfertigt. Diese sind zumeist dann einschlägig, wenn die Bäume aufgrund eines schlechten Zustands einbruchgefährdet sind. „Es ist schlicht unplausibel, warum alle 80 Bäume gleichzeitig in einem so schlechten Zustand gewesen sein sollen, dass die Fällung aller Bäume verhältnismäßig war“, sagt Keskin. „Märkt forderte von den Umweltverwaltungen im Land und Bezirk „endlich Transparenz, aus welchen Gründen es zu den Fällungen gekommen ist und welche Erwägungen dieser Verwaltungsentscheidung zugrunde lagen‘.“ Irmscher befürchtet, dass es nicht bei den bisherigen Fällungen bleiben soll. „Die Umweltverwaltung muss endlich Klarheit darüber schaffen, ob weitere Fällungen rund um den Tegeler See geplant sind“, so Irmscher. Nicht nur das Bundesrecht, sondern auch das Berliner Naturschutzrecht und Klimaanpassungsgesetz priorisieren Umwelt- und Klimaschutz in jeder Verwaltungsentscheidung. Deshalb ist es laut Märkt „umso irritierender, dass der Umwelt- und Klimaschutz in aktuellen Entscheidungen keine Rolle gespielt zu haben scheint“. Gemeinsam wollen die drei Politikerinnen und Politiker, die Konradshöher Baumretter bei der Aufklärung der Vorgänge unterstützen und für Transparenz sorgen. Dabei gehe es über den Einzelfall hinaus, darum, dass Bäume nicht leichtfertig gefällt werden, der Umweltschutz in der Verwaltung priorisiert wird und die Verwaltung ihre Entscheidungsgründe plausibel der Öffentlichkeit darlegt. Sie fordern deshalb auch, dass die Grünflächenämter personell und finanziell in die Lage versetzt werden, ihre Aufgaben ordnungsgemäß zum Wohle von Natur und Allgemeinheit wahrzunehmen. 

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